L C Graz Erzherzog Johann
https://graz-erzherzog-johann.lions.at/

Jumelage Informationen

Hier die aktuelle Programm-Information für das Graz - Wochenende:

 

Kurzer Bericht über unsere Reise nach Graz.  ( verfasst von LF Zorger)

Pünktlich, nur wenige Minuten nach 11 Uhr 30 starteten wir unter Leitung unseres Jumelagebeauftragten Alois Geiwitsch in einem bequemen kleinen Bus der Fa. Söllner zu unserem Jumelageclub LC  Erzherzog Johann Graz. Erste Station war die Ausfahrt in Kirchroth, wo wir LF Mocker mitnahmen. Nach einer Rast und Stau vor einer Tunnelbaustelle erreichten wir um 17 Uhr 30 unser Hotel Römer Stube, wo uns schon Präsident Robert Schmied mit den ersten Grazer Lionsfreunden begrüßten. Sie setzten damit ein Zeichen für unseren gesamten Aufenthalt: stets begleiteten uns eine eindrucksvoll große Zahl überaus liebenswürdiger Lionsfreunde mit ihren Damen und, nachdem der Club auch weibliche Mitglieder zählt, waren sie ebenfalls dabei. Die 30 Jahr Feier fand im Rathaus statt, für den Bürgermeister begrüßte uns eine Stadträtin und die Laudatio zum 30 jährigem Bestehen des Clubs hielt der Rektor der Erzherzog Johann Universität Graz Prof.Dr. Kainz. Ausführlich berichtete er über das Leben von Erzherzog Johann und dessen kluge und weitsichtige Förderung von  Industrie, Bergbau und Hüttenwesen, sowie die Gründung der technischen Universität  1811. Voller Stolz zählte Rektor Kainz für seine Universität 18 Bachelor- und 33 Masterstudiengänge, davon 16 englischsprachig, und 17000 Studierende sowie eine Drittmittelsumme zur Forschungsförderung von über 60 Millionen, die damit ähnlich hoch ist wie die der Universität Regensburg. Graz verfügt über weitere drei  Universitäten, zwei Pädagogische Hochschulen sowie über zwei Fachhochschulen, fast 50 000 Studenten bewegen sich in Graz bei 320 000 Einwohnern.

Am Samstag besuchten wir zusammen mit vielen Lionsfreunden die größte Klosterbibliothek  der Welt in Admont, ein spätbarocker Bau, errichtet 1764-1776 mit einem Bestand von c. 70 000 Bänden, die auch heute noch benutzt werden. Neben den Deckenfresken von Bartolomeo Altomonte, die er als achtzigjähriger malte, beeindruckten die vier in Lindenholz geschnitzten lebensgroßen Gestalten, die „ Vier letzten Dinge“ , der Tod, das Gericht, Himmel und Hölle von Josef Stammel. Die Rückfahrt  führte uns abseits der Autobahn durch den Nationalpark Gesäuse und vorbei an einer  aufgelassenen Eisenerzbergbaustätte durch eine schöne Landschaft mit hohen, z.T. noch schneebedeckten Bergen nach Graz  zurück.

Am Sonntag konnten wir unter sachkundiger Führung den Uhrturm und den Glockenturm auf dem Schlossberg besichtigen sowie einen Blick in den Türkenbrunnen werfen, der seinen Namen von türkischen Gefangenen hat, die ihn graben mussten. Der Uhrturm ist der Rest einen Festungsanlage, die für Napoleon uneinnehmbar war. Er verlangte daher im Frieden von Schönbrunn nach der Niederlage Österreichs, das sie geschliffen wird. Der Uhrturm wurde von den Bürgern jedoch freigekauft und blieb so erhalten. Das Uhrwerk aus dem Mittelalter ist noch original und der große Zeiger gibt wie im Mittelalter ausreichend die Stunden an, der später angefügte kleinere Zeiger die Minuten. Seitdem der Uhrantrieb elektrisch erfolgt, gibt es auch keinen Türmer mehr. Er hatte neben der Betreuung der Uhr auch die Aufgabe, herannahende Feinde und Feuer in der Stadt zu melden. Dazu diente die Feuerglocke von 1645. Die Stundenglocke ist die älteste Glocke von Graz aus dem Jahre 1382.

Nach einem kleinen Rundgang durch die Stadt und dem unverzichtbaren Besuch eines Cafés mit Sachertorte starteten wir zur Rückfahrt. Erst da fing es an zu regnen.

Die zwei Tage waren geprägt von unglaublich warmherziger Herzlichkeit unserer Grazer Lionsfreunde, die uns die ganzen Tage in großer Zahl begleiteten. So wurden viele interessante Gespräche geführt  zum politischen Donnerschlag konnte sich allerdings nur unser LF Geiwitsch sachkundig äußern.

LF Geiwitsch erklärt, dass Johannes Kepler in Regensburg wieder zum Leben erweckt wurde.